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Buchtip: Die Kraft der inneren Bilder
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Visualisieren und Immunystem

Unsere Vorstellungen haben eine meßbare Wirkung auf unseren Körper, weswegen immer mehr Ärzte und Therapeuten nicht nur zunehmend auf die Wahl ihrer Worte achten, sondern auch gezielt Phantasiereisen und Übungen zur begleitenden Therapie empfehlen


Visualisieren und Immunsystem

O. Carl Simonton, M.D. Facharzt für Strahlenkunde, Onkologe und Leiter des Simenton Cancer Center, gehört zusammen mit seiner Frau Stephanie zu den Pionieren dieser Forschungsrichtung. Aus ihrer Website: "Dabei werden mit Hilfe der Vorstellungskraft körperliche Genesungsprozesse und Behandlungsmethoden in ihrer Wirkungsweise unterstützt. Weitere Techniken ihrer Arbeit sind:

• Gesundes Denken
• Fragestellungen, die helfen, Perspektiven zu entwickeln
• die Entwicklung von Zielen
• die Hinwendung zur persönlichen inneren Kraftquelle

Auf diese Weise können Heilungsressourcen - wie Frieden, Zuversicht, Freude und Hoffnung - erschlossen werden ... Die Simontons betrieben Studien und fanden heraus, daß Patienten, die aktiv an ihrem eigenen Heilungsprozeß mitwirkten, für sich ein Ziel formulieren konnten, etwas hatten, wofür es sich für sie selbst lohnt zu leben, das identifizieren konnten, was ihnen Freude und Erfüllung bringt, eine höhere Lebensqualität erreichten und eine größere Überlebenschance hatten.

Ein Ziel formulieren

In gemeinsamer Arbeit und in der Integration von ihnen praktikabel und wirksam erscheinenden Elementen aus verschiedenen psychologischen Schulen entwickelten Stephanie und O. Carl Simonton ein Beratungsmodell für Krebspatienten, angelegt als Hilfe zur Selbsthilfe. In ihrem ersten Buch "Wieder gesund werden" beschreiben sie ausführlich den Entwicklungsgang und die Methode.

Das zweite Buch "Auf dem Wege der Besserung" beinhaltet neben einem Patienten-Bericht eine ausführliche Darstellung des 5-tägigen Seminarprogramms des Simonton Cancer Centers, wie es seit Jahren in Kalifornien, seit 1997 in Deutschland und in jüngster Zeit auch in der Schweiz und in Japan unter der Leitung von O. Carl Simonton durchgeführt wird" - mehr über ihre Arbeit in deutscher Sprache, Ausbildungskurse, Bücher und CDs im Simonton Center.

In systematischer Arbeit entwickelten sie auf Krebspatienten zurechtgeschnittene Charakteristika und Wesenszüge einer visuellen Begleittherapie: Die Krebszellen sind schwach und ungeordnet,, die Therapie ist stark und mächtig, gesunde Zellen können die geringfügigen Schäden, die ihnen durch die Behandlung zugefügt wird, leicht beheben, die weißen Blutkörperchen bilden ein riesiges Heer, das die Krebszellen überwältigt, sie sind angriffslustig und kampffreudig und in der Lage, die Krebszellen rasch aufzusprüren und zu bekämpfen, abgestorbene Krebszellen wreden auf natürlichem Wege aus dem Körper befördert, nach der Visualisierung werden Sie gesund und vom Krebs befreit sein, Sie sehen sich als Menschen, der seine Ziele ereicht und den Zweck seines Lebens erreicht."

Jeanne Achterberg

Simontons Schülerin, Jeanne Achterberg, ist Professorin an der University of Texas und Forschungsdirektorin für Rehabilitationswissenschaften, Mitbegründerin der Professional School of Biofeedback in Dallas, Autorin zahlreicher Bücher und Forschungsdirektorin des Institute for Transpersonal Psychology, über das Wechselspiel von Vorstellung und Immunsystem:

"Jordan und Lenington demonstrierten, daß intensive Vorstellungsbilder von negativen Kindheitserinnerngen Veränderungen der Herzfrequenz, der psychogalvanischen Reaktion, der Atmung und Augenbewgung hervorrufen. Gary Schwartz und seine Kollegen entdeckten, daß Vorstellungen verbunden mit Trauer, Wut oder Angst, aufgrund ihrer differierenden Herz- und Kreislaufwerte unterschieden werden können. Alle Untersuchungen zusammengenommen zeigen, daß Vorstellungsbilder eine direkte Wirung auf den Körper ausüben. Diese Wirkung wird nicht nur an dert Skelettmuskulatur sichtbar, sondern auch am vegetativen Nervensystem."

Vorstellungsbilder und Biochemie

Jeanne Achterberg ist davon überzeugt, "daß Vorstellungsbilder auf physische Reaktionen eine direkte und eine indirekte Wirkung haben und umgekehrt ebenfalls von ihnen beeinflußt werden. Die Vorstellungsbilder können unter Beteiligung aller Sinnesorgane entstehen, aber ebenso gut auch ohne entsprechenden äußeren Reiz auftreten. Man nimmt an, daß die Vorstellungsbilder zwar nicht eine notwendigerweise identische, aber ähnliche innere Reaktionszustände auslösen wie die eigentlichen Stimuli."

Videos und Antikörper

Ähnliches stellte der Harvard-Psychologe David McClelland fest. Er schreibt, daß sich "bei Studenten, denen man einen Film zeigte, der ein Gefühl der Liebe und Fürsorge wecken sollte, ein Antikörper - das Speichel-IgA - erhöhte, dem eine ganz wesentliche Schutzfunktion gegen Erkältung und Infektion der oberen Atemwege zukommt {9,296}. Der Film handelte von Mutter Theresa und ihrer Arbeit. Selbst jene, die Mutter Theresa intellektuell ablehnten, zeigten eine verbesserte Immunabwehr." Als man den Studenten dagegen einen Film über Attila, den Hunnenkönig, zeigte, fielen die Antikörperwerte, das Immunsystem baute ab. Das gilt auch für Filmen, die von Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit handeln … achten Sie also auf Ihr TV-Programm!

Visualisieren im Sport

Kranke und Hochleistungssportler haben vieles gemeinsam. Sie müssen alle Kräfte auf ein Ziel hin mobilisieren, die körperlichen und physischen Herausforderungen sind enorm und Fortschritte lassen sich relativ leicht messen und vergleichen. Daher ist das Wechselspiel zwischen Vorstellungskraft und Performance in der Sportpsychologie häufig theoretisch untersucht und worden. Und in der Praxis?

Der legendäre Golfprofi Jack Nicklaus erklärte, daß 50% seiner Erfolge das Resultat seiner präzisen Visualisierungstechnik sind. Rober Foster, Weltrekordler im Gewehrschießen, berichtet, wie er seinen eigenen Weltrekord brach, obwohl er ein Jahr (verletzungsbedingt) nicht üben konnte. Doch er nahm sich die Zeit und übte täglich zehn Minuten vor seinem inneren Auge - ein Jahr lang und siegte!

Mentaltraining macht Muskeln

Der Neurophysiologe Guang Yue von der Cleveland Clinic Foundation in Ohio konnte nachweisen, daß die Fingermuskeln auch dann gestärkt werden, wenn man  sich Fingerübungen intensiv vorstellt. Denn sowohl bei der Bewegung, als auch bei der bewußten Anspannung kommt es in den Nerven zu elektrischen Impulsen, deren Stärke über den Muskelaufbau entscheidet.

Guang Yue machte einen Laborversuch mit zehn Freiwilligen zwischen 20 und 35 Jahren, die fünfmal pro Woche konzentriert ein Muskeltraining ihres Bizeps visualisierten. Um sicherzugehen, zeichneten die Forscher Hirnwellen und Muskelspannung auf und alle 14 Tage wurden die Muskeln gemessen. Nach ein paar Wochen zeigte sich bei den Vorstellungskünstlern ein Muskelzuwachs von 13,5 Prozent, der drei Monate nach dem Training anhielt.