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Frauenherzen schlagen anders
Das Rauchen steht an erster Stelle der Risikofaktoren, die bei
Frauen stärker als bei Männern ins Gewicht fallen. Dies
gilt insbesondere für jüngere Frauen – und nicht
nur dann, wenn sie die Antbabypille nehmen. Das Risiko von Raucherinnen
gegenüber Nichtraucherinnen, einen Herzinfarkt zu erleiden,
ist um 250 Prozent höher. Dagegen steigt die Gefährdung
für Raucher „nur“ um etwa 140 Prozent.
Auch Bluthochdruck wirkt sich bei Frauen bedrohlicher als bei Männern
aus. Das Gleiche gilt für Diabetes: Bei Frauen tritt im Verlauf
einer Zuckerkrankheit häufiger Kammerflimmern auf, und dadurch
ist die Herz-Kreislauf-Todesrate erhöht. Im Bereich der Blutfette
spielt das LDL (low density lipoprotein) eine herausragende Rolle.
Werte über 150 mg/dl heben das Risiko für einen Herzinfarkt
bei Frauen deutlich an.
Neue Untersuchungen zeigen, dass rund 40 Prozent aller Frauen
über 55 Jahren erhöhte LDL-Cholesterin-Spiegel
haben. Ebenso können hormonabhängige Schilddrüsenerkrankungen
in verschiedenen Lebensphasen der Frau Herz und Kreislauf beeinträchtigen.
Last not least: Stress! Junge „Karrierefrauen“ und Frauen,
die Beruf und Mutterschaft unter einen Hut bringen wollen, leiden
unter Psychostress – Tendenz steigend!

Zur Lage der Frauen
• Jede zweite Frau (45%) stirbt an der koronaren Herzkrankheit
mit all ihren Folgen
• Bei Frauen bleibt der Herzinfarkt oft unentdeckt (Ärzte
tippen auf Magenverstimmung
oder Gallenkolik; sie halten Frauen durch Hormonschutz für
weniger infarktgefährdet)
• Frauen sterben am ersten Herzinfarkt doppelt so häufig
wie Männer
• Der Prozentsatz der rauchenden Frauen nimmt weniger schnell
ab als der der Männern
• Mehr als die Hälfte der über 45jährigen
Frauen hat einen erhöhten Blutdruck
• 40% der Frauen über 55 Jahren haben einen erhöhten
Cholesterinspiegel
• Die Adipositas (Fettsucht) ist bei Frauen mehr auf dem
Vormarsch als bei Männern

Hausarbeit schützt nicht das Herz!
Eine britische Studie hat gezeigt: Hausarbeit wie
Aufräumen, Staubwischen oder Putzen ist nicht mit sportlichen
Aktivitäten vergleichbar und hat keinen schützenden Effekt
für das Herz. Von 2341 Teilnehmerinnen hatten diejenigen Frauen,
die überwiegend Hausarbeit verrichteten, keine bessere Herz-
oder Lungenfunktion und keinen besseren gesundheitlichen Allgemeinzustand
als inaktive Probanden, so Klaudia Pütz, Dipl. Diätassistentin
beim Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik
(D.I.E.T.) in Bad Aachen. 
Danach ziehen Hausfrauen aus ihren Tätigkeiten
keinen wesentlichen Nutzen für ihre Gesundheit – es sei
denn, sie laufen in ihrer Wohnung täglich häufig die Treppen
auf und ab. Arbeiten wie Heben oder Bücken wirken sich sogar
eher negativ aus, weil sie den Rücken schädigen. Quelle:
WANC
Buchtip: Bluthochdruck bei Frauen:
Was Ihnen jetzt hilft.
von Lutz Koch
Trias, EUR 14,95

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